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Die Chronic der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Leipzig - OST / Jahre 1990 - 2000

Die Freiwillige Feuerwehr Leipzig-Ost wurde am 29. Februar 1992 durch den Zusammenschluss der Freiwilligen Feuerwehren Leipzig-Südost und Leipzig-Nordost gegründet. Vorausgegangen war ein deutlicher Personalschwund, der zum größten Teil durch die Wendeereignisse in der DDR hervorgerufen wurde.

Aber nicht nur der erhebliche Personalrückgang, sondern auch die katastrophalen Zustände der beiden Gerätehäuser machte die Zusammenlegung sinnvoll.

Die Freiwillige Feuerwehr Nordost wurde bis zu diesem Zeitpunkt in einer alten Garage in der Zeumerstraße untergebracht. Da für dieses Gebäude am Schloss Schönefeld allerdings akute Einsturzgefahr bestand, war die Sicherheit der noch verbliebenen etwa 15 Kameraden sowie des Löschfahrzeuges (LF 16 W50) nicht mehr gewährleistet.
 
 

Nicht viel anders erging es den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Südost, deren Gerätehaus im Geräte- und Reglerwerk Leipzig (GRW) in Stötteritz für andere Zwecke des in der Umstrukturierung befindlichen damaligen "VolksEigenenBetriebes" benötigt wurde.

Der Umzug in ein Wohnhaus in der Holzhäuser Straße war nur von kurzer Dauer, da der rechtmäßige Eigentümer einen Antrag auf Rückübertragung seines Eigentumes gestellte hatte, um das Haus zu sanieren.

Damit die Freiwillige Feuerwehr zu diesem Zeitpunkt (März 1991) nicht aufgelöst werden musste, erfolgte ein kurzfristiger Umzug von Mannschaft und Technik auf die Feuerwache Ost der Berufsfeuerwehr Leipzig.
Die Umkleideräume für die Kameraden befanden sich in einem feuchten Keller. Das LF 16 W 50 wurde in einer Seitengarage geparkt und die Schulungs- und Aufenthaltsräume wurden gemeinsam mit den Kollegen der Berufsfeuerwehr genutzt. Nach kurzer Zeit wurde offensichtlich, dass auch dies nur ein vorübergehender Zustand sein konnte.

Mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Leipzig-Ost wurde uns die, bis dahin nur bei den Messen durch die Berufsfeuerwehr besetzte, Messewache in der Messehalle 20 des Alten Messegeländes zur Nutzung feierlich übergeben.
 
 


Endlich waren ordentliche Voraussetzungen für die Mannschaft und das Gerät vorhanden. Dass dieser Zustand allerdings nur 5 Jahre währte, daran dachte von den nunmehr etwa 25 Kameraden niemand. Die zwei Löschfahrzeuge (LF16, W50) wurden bald durch ein Tanklöschfahrzeug (TLF16) und ein Löschfahrzeug (LF16-TS, Kats) ersetzt. Doch schon 1995 kündigte sich ein erneuter Umzug in die sanierte Feuerwache im Gerichtsweg 9 an, die im Mai 1997 bezogen wurde.

Seit diesem Zeitpunkt nutzen wir dieses Gerätehaus gemeinsam mit der Abteilung Vorbeugender Brandschutz der Branddirektion. Das Gebäude im Gerichtsweg ist die "alte" Feuerwache Ost der Berufsfeuerwehr Leipzig und zählt somit zu den ältesten Feuerwachen der Feuerwehr Leipzig. Sie wurde durch die Berufsfeuerwehr bis ins Jahr 1937 genutzt. Seit diesem Zeitpunkt bis zum Jahr 1992 wurde dann das Gebäude durch Einheiten der Polizei genutzt.
Mit der Rückführung von Sachvermögen an seine Eigentümer nach der Wende wurde wieder die Stadt Leipzig der Eigentümer des Gebäudes und begann, es ab dem Jahr 1995 zu sanieren.
Aufgrund der Sanierung bietet uns das "alte" Gerätehaus heute alle Voraussetzungen, die wir zur Aufgabenerfüllung benötigen.
 
 

Beding durch die Bildung des Gefahrgutzuges Leipzig auf der Berufsfeuerwache Ost begannen auch wir uns ab 1993 mit dem Thema ABC zu beschäftigen. Die Zielrichtung des Brandschutzamtes war es, dass die jeweiligen Ortsfeuerwehren die zugeordneten Berufsfeuerwehren in ihren Spezialaufgaben unterstützten konnten. Somit erfolgte eine umfangreiche Ausbildung aller Kameraden/innen im Bereich der ABC-Gefahren am Standort und an der Landesfeuerwehrschule Sachsen.

Hierzu wurde uns Mitte der 90iger Jahre ein DMF (Dekontaminationsfahrzeug) der ehemaligen Zivilverteidigung der DDR auf Basis eines Robur ELO. Dieser musste jedoch nach wenigen Jahren auf Grund von technischen Problem durch ein DMF auf Basis eines Umgebauten Gerätewagen-Wasserrettung auf W50-Basis abgelöst werden.